Das war unser Tag der offenen Tür 2015

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag hieß es wie­der „Her­ein spa­ziert“ auf dem Montesso­ri Cam­pus Han­gels­berg Cla­ra Grun­wald. Und wie gewohnt gab es hier viel für Groß und Klein auf Montesso­ri-typi­sche Art zu ent­de­cken.

Im Kin­der­haus fan­den sich inter­es­sier­te Eltern ein. Sie erkun­de­ten zusam­men mit dem Nach­wuchs die Räum­lich­kei­ten und zogen sich zu klei­nen Gesprächs­run­den mit Erzie­he­rin­nen zurück, um mehr über die Päd­ago­gik, den Ablauf und dem All­tag im Kin­der­haus zu erfah­ren. Der Nach­wuchs konn­te dabei natür­lich auch gleich das Montesso­ri Mate­ri­al auf die Pro­be stel­len.

In der Grund­schu­le wur­de es schon im Foy­er ein­la­dend und bunt. Ver­kaufs­stän­de mit Büchern oder selbst­ge­mach­ten Mar­me­la­den von Schü­lern und ihren Fami­li­en, sowie die belieb­te But­ton­ma­schi­ne, mit der man sich sein eige­nes Namens­schild­chen oder Andenken machen konn­te, lock­ten Gäs­te zum Ver­wei­len an. Von hier aus star­te­ten auch regel­mä­ßi­ge Schü­ler­füh­run­gen.
Beim ers­ten Blick in die Räum­lich­kei­ten fiel sofort auf: Hier lernt man anders. Jeder Unter­richts­raum tritt in einer ande­ren Far­be her­vor. Die Ein­rich­tun­gen der Räu­me erin­nern eher an ein Stu­dier­zim­mer als an den uns bekann­ten Unter­richt in Schu­len. Per­len, Steck­bret­ter und Schäl­chen mach­ten neu­gie­rig. Dabei waren die Arbeits­ma­te­ria­li­en der Schü­ler nicht nur für die klei­nen Besu­cher inter­es­sant. Auch Eltern, die Neu­lin­ge in der Welt von Montesso­ri waren, ver­such­ten sich im Umgang mit dem Mate­ri­al für die schrift­li­che Divi­si­on. Erleb­nis- und erfolg­reich. Und Spaß hat es auch noch gemacht.

In die klei­ne Schul­bi­blio­thek zog es vor allem Lese­rat­ten. Die vie­len beque­men Sitz- und Lie­ge­mög­lich­kei­ten wur­den zum Schmö­kern, aber auch zum Lau­schen einer der Vor­le­sun­gen genutzt. Im Raum für Natur­wis­sen­schaf­ten durf­ten For­scher mit­hil­fe des Mikro­skops klei­ne Din­ge ganz groß erle­ben und im Eng­li­sch­raum mach­ten unse­re klei­nen Gäs­te mit Aus­mal­übun­gen spie­le­risch ers­ten Berüh­run­gen mit der Fremd­spra­che. Der Musik­raum lock­te mit sei­nen akus­ti­schen Klän­gen. Trom­mel­ein­la­gen, Stü­cke auf  Kla­vier und Flö­te tön­ten durch das Erd­ge­schoss und füll­ten den Musik­raum mit Zuhö­rern. 

Ein neu­es High­light auf dem Cam­pus ist das Zen­trum für Lern­the­ra­pie und Lern­för­de­rung. Eine eigen­stän­di­ge Ein­rich­tung des Trä­gers mit dem Ange­bot der Lern­the­ra­pie und Lern­för­de­rung. Die­ses Ange­bot rich­tet sich an Kin­der, die Pro­ble­me mit den Grund­tech­ni­ken des Lesens, Schrei­bens und Rech­nens haben, die wäh­rend des regu­lä­ren Unter­rich­tes nicht auf­ge­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Das Ange­bot rich­tet sich auch an Kin­der und Eltern, die nicht dem Cam­pus ange­hö­ren.

Auch auf dem Schul­hof war aller­hand Bewe­gung. Eltern und Freun­de der Schu­le gaben auf Kon­tra­bass und Gei­ge ein paar Stü­cke zum Bes­ten. Beim Kis­ten­sta­peln der Grund­schu­le ging es gut gesi­chert in die Höhe. Jeder konn­te sein Glück ver­su­chen, den höchs­ten Kis­ten­sta­pel zu errich­ten. Dane­ben prä­sen­tier­ten die Ober­schü­ler ihre selbst­ge­bau­ten Vogel­häus­chen aus dem NABU Pro­jekt. Wer woll­te, konn­te bei der Mit­bau­ak­ti­on mit­ma­chen – unter Anlei­tung und Beglei­tung eines Ober­schü­lers.
Die Tische und Stüh­le des Out­door-Klas­sen­zim­mers wur­den kur­zer­hand für Eltern- und Leh­rer­ge­sprä­che umfunk­tio­niert.

Beim Besuch der Ober­schu­le stell­te man fest, dass der har­mo­ni­sche, wohn­raum­ähn­li­che Trend, wie eben in der Grund­schu­le gese­hen, anhielt. Auch hier erin­nert alles mehr an Rück­zugs­mög­lich­keit als an klas­si­schen Unter­richt. Auch hier domi­niert in jedem Raum eine Far­be. Die Anord­nung der Stüh­le in einem gro­ßen Kreis fin­det man in nahe­zu jedem Raum. Ein Beson­der­heit der Montesso­ri Schu­len.

Wer die Ober­schu­le schon aus der Ver­gan­gen­heit kennt, der sieht, dass hier alles im ste­ti­gen Wan­del ist. Reno­vie­rungs­ar­bei­ten in der Cafe­te­ria las­sen den Raum ein­la­den­der wir­ken. Und auch die Sani­tär­an­la­gen unter­zie­hen sich gera­de einer Ver­schö­ne­rungs­kur.

Im Foy­er stieß man auf das Mon­te­ca­te­ring-Team, das umher­lau­fen­de Gäs­te mit einem Gruß aus der Schul­kü­che ver­sorg­te. Im Erd­ge­schoss fan­den wir Expe­ri­men­te aus dem Phy­sik- und Che­mie­un­ter­richt, im Ober­ge­schoss wur­de das Bas­teln und Bema­len von Trom­meln zum Mit­neh­men ange­bo­ten. Alles vor­ge­führt und betreut durch die Ober­schü­ler.

Nicht zu ver­ges­sen: Hun­gern muss­te hier kei­ner. Vie­le lecke­re Ange­bo­te von Piz­za aus dem Stein­ofen, über Gegrill­tes bis hin zu Kuchen und Sala­ten. Dut­zen­de selbst­ge­mach­te Köst­lich­kei­ten war­te­ten auf die Besu­cher.

All das Gese­he­ne und Erleb­te ist für vie­le Eltern Über­zeu­gung genug, hier nach dem heu­ti­gen Besuch der Montesso­ri Ein­rich­tun­gen auch sein Kind für die nächs­ten Schul­jah­re anzu­mel­den.